Weihnachtsbäume „echt Schwarzwald

(bri) Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum... so richtig Grund zum Jubeln haben wir nicht mehr, seit bekannt ist, dass in vielen Weihnachtsbaum-Kulturen störender Grasbewuchs unter den Bäumen gerne großflächig mit Glyphosat abgespritzt wird. Giftstoffe, die von den Bäumen aufgenommen werden – wie Nadelproben jetzt ergaben – und vom Baum abgegeben werden, sobald dieser in warme Räume kommt, wie Ulrike Armbruster beim Pressegespräch von „echt Schwarzwald“ berichtet.

Hofbesitzer Ulrike und Werner Armbruster sind Mitglieder der 2007 gegründeten Erzeugergemeinschaft „echt Schwarzwald“, die sich für die Vielfalt des Schwarzwalds und die ehrlichen Produkte ihrer Erzeuger stark machen. „Für 100 Prozent Schwarzwald, wie erster Vorsitzender Eugen Göppert betont. Aktuell für giftfreie, echte Schwarzwaldtannen. Bei Armbrusters in Berghaupten wachsen diese auf bis zu zwei Hektar Land. Für sie sind die genügsamen Shropshire-Schafe, eine Spezialrasse aus England, die echte Alternative. Denn „sie fressen nur das Gras, das unter den Bäumen wächst, die Bäume selbst und deren Triebe interessieren sie nicht.“ Acht „Christbaumschafe“ sind momentan zur Offenhaltung des Bodens im Einsatz, die kleine Besetzung im Vergleich zu den Sommermonaten, wo bis zu 20 Schafen unterwegs sind. Zum Schaf und damit letztlich zum ökologischen Christbaum sind die Armbrusters eher per Zufall gekommen, vor rund 20 Jahren, als der Sohn unbedingt ein Schaf einforderte. Noch heute, so Werner Armbruster, sind sie eine der wenigen im Schwarzwald, die mit Schafen arbeiten, „meist wird ausgemäht“.

Garantiert glyphosatfreie Weihnachtsbäume gibt es bei den Land- und Forstwirten der Erzeugergemeinschaft „echt Schwarzwald“ wie bei „Armbrusters Hof“ in Berghaupten. „Immer frisch und gerne auch der Wunschbaum“, wie Armbruster betont. Schon möglich, dass man dann auch die „Christbaumschafe“ trifft – wenn auch in gebührendem Abstand.

Text: Gudrun Schillack    Bild: Werner Armbruster

              Christbaum Schafe Logo Text 2019