Presseinformation:

„Schwarzwald im Gerber“ - auf Initiative der Staatsbrauerei Rothaus und dem Stadtkaufhaus Das Gerber präsentieren „Echt Schwarzwald“ Landwirte am Samstag, den 8. Dezember, Freitag den 14. Dezember sowie Samstag 15. Dezember vor dem Gerber eine besondere Aktion, die sich einem jahreszeitlichen sowie ganzheitlichen Thema annimmt.

Im Mittelpunkt derselben steht das saisonale Thema „Weihnachtsbaum“. Verbunden mit Aspekten von Nachhaltigkeit und der Suche nach umweltbewussten Wegen, für die sich Das Gerber bereits seit einiger Zeit besonders engagiert.

In Deutschland werden jedes Jahr ca. 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. In ca. der Hälfte aller bundesdeutschen Haushalte steht jährlich einer dieser Bäume.

Diese stammen zum großen Teil aus Kulturen in Dänemark, Nordrhein-Westfalen sowie Schleswig-Holstein und Niedersachsen - mit entsprechend langen Anfahrtswegen nach Baden-Württemberg. Auch aus Ungarn, Österreich, Polen und Tschechien kommen Bäume zu uns. Aufgrund der weiten Transportwege werden diese Bäume teilweise schon im Oktober gefällt und in energieaufwendigen Kühlkammern konserviert. In einem Großteil dieser Kulturen wird des Weiteren zur Vermeidung von unvorteilhaftem Grasbewuchs in den Plantagen großflächig mit Glyphosat gespritzt. Diese Praxis bringt eindeutige Schädigungen der jeweiligen Bodenstruktur sowie des Oberflächen-und Grundwassers mit sich und ist eine deutliche Bedrohung für die Trinkwasser-Qualität. Studien zeigen, dass derart „gehegte“ Bäume ihre im Wald aufgenommen Glyphosat-Substanzen sogar in die Raumluft des jeweiligen Wohnzimmer-Standortes abgeben.

Die Alternative zu diesen Glyphosat-Bäumen sind Weihnachtsbäume, die entweder von Hand ausgemäht oder durch sogenannte „Christbaumschafe“ ausgeweidet werden. Egal ob per Hand oder per Schaf! Aufgabe ist es, Tannenbäume auf ihrem Wachstumsweg ab 20-cm-Winzling bis zum 2-Meter-Baum frei zu halten und unerwünschten Bodenbewuchs bis zur Ernte, in der Regel im Alter zwischen acht und zwölf Jahren, zu vermeiden. Ziel ist ein gutes freies Wachsen des Baumes und ein optisch ansprechendes Weihnachtsbaumkleid. Krautwuchsregulierung - so nennt sich diese Aufgabe.

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Wer dies nicht selbst von Hand machen will und Glyphosat als Mittel ablehnt, überlässt das am besten speziellen Shropshire-Schafen. Diese Schafe sind sozusagen Spezialisten in der Unterwuchsbeweidung in Sonderkulturen. Sie verschmähen gleichzeitig Triebe von Nadelbäumen. Ganz nebenbei düngen die Tiere auf natürlichem Weg gleichzeitig die Flächen und erhalten durch die naturnahe Bewirtschaftung Lebensraum für weitere Tierarten, vor allem für Vögel und Insekten.

Mit ihrem ruhig ausgeglichenen und genügsamen, robusten Wesen und ihrer hervorragenden Futterverwertung ist diese Schafrasse somit ein idealer Partner des Landwirtes und der Natur.
Ganz nebenbei sei auch noch auf das Lebensmittel „Schaf- und Lammfleisch“ verwiesen. So ergibt sich auf diesem Weg eine besondere und natürliche Symbiose von Schaf und Weihnachtsbaum.
Ca. 350 dieser Weihnachtsbäume, aktuell in der Regel aufgrund ihres vorteilhaften Nadelverhaltens Nordmannstannen, aus handgemähten oder schafbeweideten Kulturen, bieten Bauern der Erzeugergemeinschaft „Echt Schwarzwald e.V.“ am 8.12. Samstag (9:30 Uhr bis 20:00 Uhr), 14.12. Freitag (13:00 Uhr bis 20:00 Uhr) sowie 15. Dezember Samstag (9:30 Uhr bis 22:00 Uhr) auf der Gerber-Terrasse am Eingang Tübinger Straße an der Paulinenbrücke an.

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Ein Euro pro verkauftem Baummeter geht dabei als Spende an die Erzeugergemeinschaft, die ihre Aufgabe in erster Linie darin sieht, die gewachsene Natur- und Kulturlandschaft Schwarzwald durch ihre landwirtschaftlichen Beiträge zu hegen und zu pflegen sowie die traditionelle Landwirtschaft im Schwarzwald zu bewahren. Die Gebietskulisse der Arbeit dieses Vereins umfasst die Gebiete der beiden Naturparke Schwarzwald Mitte/Nord sowie Südschwarzwald.

Bei „Echt Schwarzwald“-Weihnachtsbäumen garantieren die beteiligten Landwirte, dass ihre Bäume aus handgemähten oder durch Schafe beweideten Kulturen stammen, die Bäume frisch im Schwarzwald geschlagen wurden und damit keine langen CO² intensiven Lieferwege hinter sich haben.

Neben einer guten Haltbarkeit ist auch ein pestizidfreies Raumklima zuhause garantiert. Ein guter ökologischer Fußabdruck ist auf allen Ebenen sicher. Mit dem Kauf eines solchen Baumes leistet der Käufer gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt einer für die Region wichtigen kleingliedrigen, naturnahen Landwirtschaft im Schwarzwald.

Das Gerber Stadtkaufhaus begrüßt diese Aktion und wird auch in Zukunft den Besuchern die Möglichkeit für nachhaltige Kaufentscheidungen anbieten. Unterstützt wird dieses „Weihnachtsbaum trifft Christbaumschaf“-Projekt ebenso von der Kulturinitiative „Kosmos Schwarzwald“, der der Erhalt der Kultur-und Naturlandschaft Schwarzwald sowie der kleingliedrigen bäuerlichen Landwirtschaft ebenfalls ein Herzensanliegen ist.